Dieser Blog begann im Sommer 2014 vor unserer Ausreise nach New York, USA, ganz harmlos durch eine Anfrage des Sonntagsblatts in München. Sie begleiteten mich auf meinem Weg der Ausreise, während meiner New Yorker Zeit und auch bei dem Rückzug nach Bayern.
Mit dem Übergang in eine Sicherheitsbehörde und meiner Arbeit als Bundespolizeiseelsorgerin verstummte dieser Blog nach und nach, da vieles nicht aussprechbar war. Dennoch prägte mich diese Zeit in ganz besonderer Weise. Ich danke all denjenigen, die während dieser schweigsamen Jahre zwischen dieser und der jetzigen Stelle nicht losgelassen und mich manche still, einige nachfragend und etliche sogar mit öffentlichen Kommentaren und Reposts erinnernd begleitet haben.
Nun bin ich seit Mai 2025 wieder in meiner bayerischen Heimatkirche und versuche mit einem engagierten Team die pfarramtliche Ausbildung nach den Wünschen der Kirchenleitungen umzusetzen.
Schmerzhaft wird mir dabei bewusst, dass mein Blick auf Kirche und Gesellschaft verglichen mit vielen meiner Kolleginnen und Kollegen durch meine unterschiedlichen beruflichen und privaten Stationen ein sehr anderer ist. Franken, Schottland, Bayern, New York, Polizei und nun Leitung sind ein Potpourri an bunten Erfahrungen. Nach meiner Rückkehr aus diesen unterschiedlichen Kontexten kam mir wenig Interesse, geschweige denn Begeisterung entgegen. Dafür wurde mir in manch direkter Weise oder kollegial angeblich gut gemeinter Beratung entgegengebracht: „Das interessiert doch keinen, was in anderen Kirchen im Ausland passiert!“ oder „Wir müssen uns um unsere Kirche bemühen, nicht um das, was andere wollen oder meinen, dass gut ist!“ und so vieles mehr. Nach vielem Schweigen werde ich mich bemühen, meine ganz eigene Perspektive wieder öffentlich hörbarer auszusprechen und davon zu berichten. So tauche ich nun auf und erzähle mit einer guten Brise eigenem Mutzuspruch von meinen Gedanken – immer mit gewürzt mit einem Einblick in mein persönliches Erleben. Denn Glaube und Leben werden durch Personen am besten greifbar.
Herzliche Grüße
eure / Ihre Miriam Groß
Ich freue mich darauf, wenn wieder etwas mehr von Deinen Gedanken hier auftaucht – ich lese es gerne und finde gerade die anderen Sichtweisen wichtig. Liegt vielleicht daran, dass ich als Auswanderer (nicht ganz so weit weg) Aehnliches erlebe und zu hoeren bekomme. Nicht unterkriegen lassen!
Gruss von der Nordsee, Ulrich
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