Ein Brief an Amerika

Die rauchige Stimme von Bruce Springsteen war wie eine Zeitmaschine. Sie versetzte mich umgehend in längst vergangene Zeiten als ich an der Hand meines Vaters in Deutschland durch die amerikanische Kaserne ging. Damals war es der Hit-Song “Born in the U.S.A.” von Bruce Springsteen, der meine Erinnerungen mit der rauchigen Stimme verbunden und in mein Zeitgedächtnis eingebrannt hatte.

Viele Jahre später ist es nun ein weiterer Song des legendären und erfolgreichen Rockmusikers, der in meinem Zeitgedächtnis eine neue Brücke zwischen eigenem Erleben und den USA in ganz anderer Weise bildet: mein Kollege Christoph Borries fokussiert in seinem Podcast 7Tage1Song jeweils sieben Tage lang auf einen besonderen Song und bietet hierzu durch Gedanken die Möglichkeit des Nach- und Weiterdenkens. Vor einigen Wochen hat mich Christoph eingeladen, bei ihm zu Gast zu sein. Als er mir das neueste Album des Rockidols vorgeschlagen hatte, schlug mein Herz umgehend höher.

Beim ersten Hören des Songs rief die Stimme des Rockmusikers bei mir die Erinnerungen an meinem damals noch jungen amerikanischen Vater und die Liebe für ein Land wach, indem ich seit über sechs Jahren als Auslandspfarrerin leben darf.

Im Song “Letter to you” schreibt Bruce Springsteen seine Gedanken zu Amerika nieder und trägt sie in gesungener Form seinem Publikum vor. Es ist ein sehr nachdenklicher Rocksong, den er als Briefform an sein Heimatland schreibt und in Ambivalenzen von Schönem und auch Schwierigen spricht.

Auch mein Brief, den ich im Podcast an Amerika schreibe und an euch weitergebe, ist nachdenklich. In vier Gedanken, die in dem Podcast entfaltet werden, drücke ich meine ambivalenten Gedanken für ein Land aus, mit dem ich seit Kindesbeinen verbunden bin. Aber als Christin weiß ich durch den Glauben, das wir auf Hoffnung hin geschaffen sind (Kol 1,5).

Hört morgen (16.11.) doch einmal rein!

Hybride Trauung – wenn das Ja-Wort durch digitale Medien Distanzen überwindet

Voller Tatendrang wuselten Bräutigam und Trauzeuge durch die hell erleuchtete Kirche während der Gottesdienstraum sich zunehmend in ein Hightech-Studio verwandelte. Leinwand, Mac, iPhone und Co. wurden in Windeseile aufgestellt, denn die Zeit drängte. Die ersten Gäste wurden schon in wenigen Minuten erwartet. Auch ich kümmerte mich gemeinsam mit der Braut um die Einstellung eines iPhones, das auf den Flügel gerichtet wurde. Nachdem wir etwas experimentiert hatten, waren wir mit dem visuellen Ergebnis sehr zufrieden.

Vor einigen Wochen hatte mich das junge Paar mit dem Wunsch einer Trauung kontaktiert. In COVID-Zeiten zu heiraten, stellt große Hürden da. Neben der Limitierung der Gottesdienstteilnehmer sind die Gefahren des Reisens besonders zu beachten. Erst recht, wenn die Familie wie in diesem Fall von verschiedenen Kontinenten anreisen müssen. Im ersten Traugespräch wies ich daher auf diese schmerzhaften Grenzen hin. Da ich bereits seit mehreren Monaten hybride Gottesdienste für meine Gemeinde anbiete, schlug ich ihnen aufgrund meiner Erfahrung mit anderen Kasualien eine “hybride Trauung” vor. Eine solche Trauung schlägt via digitaler Möglichkeiten die Brücke zwischen einer Feierlichkeit vor Ort und anderen, durch das Internet verbundenen Bereichen. Dies würde die Distanzen zwischen USA, der Schweiz und Abu Dhabi im Nu schmelzen lassen und sogar die Möglichkeit einer virtuellen Mitgestaltung für Familie und Freunde bieten. Das Brautpaar war umgehend begeistert und wir machten uns sofort an die Planung dieser besonderen Trauung.

Selbstverständlich kann eine hybride bzw. digitale Gottesdienstgestaltung nicht sämtlich ein Feiern vor Ort ersetzen. Aber in Zeiten wie diesen bietet sie die Möglichkeit einer wertvollen und tröstlichen Partizipation, die in keiner Weise zu unterschätzen ist. Auch jenseits der Pandemie sollten die Kirchen diese gottesdienstlichen Möglichkeiten weiter beschreiten. Da denke ich z.B. an Personen, die ans Krankenbett gefesselt sind, oder solche, die aufgrund ihrer physischen Mobilität eingeschränkt sind. Welch ein Segen für sie und viele andere, wenn sie digital “barrierefrei” am Leben der anderen in solch wichtigen Momenten Anteil nehmen und sogar mit gestalten können.

Ich bin mir darüber bewusst, dass nicht jeder meiner Kolleg*innen begeistert sein wird. Mancher wird vielleicht sogar sagen, dass er oder sie dies nicht auch noch neben den zahlreichen anderen Aufgaben und erarbeiteten Kompetenzen machen kann. Dies verstehe ich gut. Aber ich träume mutig davon, dass meine eigene Landeskirche und die EKD vielleicht Wege für Kolleg*innen eröffnet, die dies als Spezialist*innen anbieten können und auf die im Bedarfsfall dann verwiesen wird. Eine Art Kompetenz- und Personalzentrum “digitale Gottesdienste und Kasualien”. Das würde Kirche in die Zukunft führen, damit sie dort ist, wo Menschen sie brauchen und begleitet an den Fest- und Trauermomenten des Gott geschenkten Lebens.

Als der Vater des Bräutigams auf der großen Leinwand im Altarraum zu sehen war und die ersten Worte der biblischen Lesung aus Abu Dhabi via Zoom erklangen, wurde mir wohlig warm ums Herz. So sollte Kirche sein. Bei den Menschen vor Ort – egal ob analog oder digital.

Digitale Trauerfeier & Co.

Ich hob meine Hände zur Segensgeste, um der digital versammelten Gemeinde den Segen für die Trauerzeit als Stärkung zuzusprechen. Nach einem Moment des Schweigens, der mir fast wie eine kleine Ewigkeit vorkam, verabschiedete sich eine nach der anderen Person von der betroffenen Familie und verließ das Zoom-Meeting bis auch ich mich letzte verbleibende Person von ihnen verabschiedete und das digitale Treffen schloß.

Müde rieb ich mir die Augen während die plötzlich um mich eingesetzte Stille laut in meinem Kopf dröhnte. Trauerfeiern zu gestalten fordert viel von denen, die diese gestalten und Betroffene in einer schweren und wichtigen Lebenssituation begleiten. Der Zuspruch von Trost und Hoffnung durch den Glauben angesichts des Versterben eines nahestehenden Menschen steht für mich als Pfarrerin im Mittelpunkt der inhaltlichen Gestaltung und des liturgischen Handelns. Doch an diesem Samstagvormittag musste ich vieles vor allem liturgisch und technisch neu denken, da uns aufgrund von COVID die Durchführung einer Trauerfeier vor Ort untersagt worden war. So begab ich mich mit dem Angebot einer digitalen Trauerfeier auf pfarramtliches „Neuland“, das nötig geworden war, um trotz allem Trost und Hoffnung in einem sicheren Rahmen zu schenken. 

Vieles muss in der Pandemie in Kirche neu gedacht werden. Bereits vor dem Ausbruch von COVID hatte ich aufgrund der großen Fläche meiner Auslandsgemeinde, die sich über drei US-amerikanische Bundesstaaten erstreckt, einen digitalen Konfirmandenunterricht angeboten. Daher verlief auch eine Umstellung unserer Gottesdienste, Andachten und Treffen zügig und problemlos.

Schmerzhaft jedoch waren und sind die Momente, in denen ich Nähe nicht oder nur modifiziert anbieten kann. Besonders ein Trauerfall bedarf auch der physischen Nähe, um Trost und Geborgenheit spenden zu können. Einer Familie sagen zu müssen, dass man am Sterbebett nur via digitaler Möglichkeiten dabei sein könne, oder erst nach vielen Diskussionen und Telefonaten unter massiven Sicherheitsvorkehrungen den Kranken vor Ort durch Gebet zu begleiten, hat Spuren hinterlassen. Eine Umarmung, wie physische Nähe insgesamt lassen sich nicht durch digitale Mittel abbilden. Ich verstehe die Worte von Margot Käßmann, der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden, die sich gegen eine erneute Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Trauerfeiern aussprach, dennoch steht das Wohl der Teilnehmenden in diesem Moment im Mittelpunkt und muss gegenüber einer physischen Gestaltung präferiert werden. Dies kann bedeuten, dass man komplett umdenken und kirchliche Begleitung von Lebensstationen neu denken muss, wie zum Beispiel durch das Angebot einer digitalen Trauerfeier.

Ich bin froh um die digitalen Möglichkeiten, die uns vor zehn oder fünfzehn Jahren so nicht zur Verfügung gestanden haben. Sie haben mir geholfen, meinem Auftrag als Pfarrerin auch in der extremen Situation der Pandemie und unter erschwerten Bedingungen durchführen zu können. So können wir als Kirche trotz der Hürden und notwendiger Sicherheitsvorkehrungen präsent und erfahrbar sein, um Gottes Trost und Seine Begleitung anderen zuzusprechen.

Des Amerikaners liebstes Nahrungsmittel als Zeichen der Nächstenliebe

Nachdem wir unter den Anweisungen von Pam, der Leiterin der kleinen jüdischen Tafel von Kol Ami, alle Packstationen mit der gleichen Anzahl von Lebensmitteln versorgt hatten, verstummten die durch den großen Raum hallenden Unterhaltungen. Es wurde geschäftig still. Nur das Rascheln der braunen Papiertüten, die beim Auffalten leicht Ächzten und an ein leises Seufzen über die erwarteten Lebensmittel erinnerte, die nach und nach im Bauch der Tüten verschwanden, war in der großen Packhalle zu hören.

Wie jeden Donnerstagmittag seit dem Beginn der Pandemie hatte sich eine inzwischen eingeschworene Gemeinschaft an Personen eingefunden. Wie eine gut geölte Maschinerie vollzog sich das Packen von zahlreichen Essenstüten, die schon bald von einer weiteren Gruppe von Freiwilligen an undokumentierte Immigranten und diverse Einzelpersonen ausgegeben wurde. Fruchtsaft, Kartoffel-, Karotten-, Pfirsich-, Aprikosen- und Hühnerfleischdosen fanden am Boden der Tüten ihren Platz. Darauf stapelten sich eine Tüte Reis, Tortillas, Rosinen und Cracker. Und auch Peanutbutter, des Amerikaners liebstes Nahrungsmittel.

Während ich die durchsichtigen Gläser an ihren neuen Platz beförderte, tippte mich Pam mit einer Verpackung an. “Kannst du das lesen?”, fragte sie schmunzelnd. Ich sah mir den Karton näher an. Dort stand in großen Lettern weiß auf blau aufgedruckt in Deutsch “Erdnussbutter – Verschiedene Sorten”. Ich staunte nicht schlecht. Des Amerikaners liebstes Lebensmittel wurde heute als deutsches Produkt in einer New Yorker jüdischen Tafel für bedürftige Personen zum Austragen vorbereitet. Mich erfasste umgehend eine Welle der Dankbarkeit für diese Essensspenden und die Möglichkeit als Pfarrerin, deren Herkunftsland durch den Holocaust so viel Leid über andere gebracht hatte, diese Essensspenden weitergeben zu können.

Mein Dank gelte daher an dieser Stelle all denen, die in den letzten Monaten diese Arbeit durch ihre Spenden an Feeding Westchester mit unterstützt haben. Ihr seid solch ein Segen!

Solidarität in Uniform: Gedenken von Sternenkinder bei der NYPD

Hastig sah der Polizist auf die große Uhr in der Eingangshalle der kleinen Polizeistation während er seine Kolleginnen und Kollegen zur schweren Eingangstür hinaus schickte. Es war fast sieben Uhr. In wenigen Minuten würde das Gedenken der Sternenkinder auf den Treppenstufen der Polizeistation beginnen. Während sich eine angespannte Stille langsam unter den sonst so lebendigen Polizistinnen und Polizisten ausbreitete, schweifte mein Blick an ihnen vorüber. Die Gruppe reflektierte durch die unterschiedlichen Hautfarben, Herkunftsorte und Traditionen die Vielfalt New Yorks. An keinem anderen Ort durfte ich eine solch bunt zusammengesetzte Gemeinschaft erleben wie am Big Apple. Die Polizeistation spiegelte in ihrem Mikrokosmos den sie umgebenden Makrokosmos wieder.

Nun setzten sie in Uniform Zeichen der Solidarität für ein sensibles Thema: An diesem Abend würden sich alle im Gedenken an all die Sternenkinder vereinen und Teil der globalen Bewegung #waveoflight sein, die rund um die Welt um dieselbe Uhrzeit Zeit ihnen gedachte und der Trauer Raum und Zeit gab.

Der Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft oder dessen Stillgeburt bzw. schnelles Versterben ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu-Thema. Viele Betroffene scheuen sich, über diesen tiefgreifenden und erschütternden Verlust zu sprechen. An diesem Abend durchbrachen etliche Polizeistationen dieses Schweigen durch Zeichen der Solidarität. In den USA sterben laut CDC 24.000 Kinder während der Schwangerschaft, in oder nach der Geburt.

Als “Clergy Liaison” (eine Art ehrenamtliche Polizeiseelsorgerin und Brückenbauerin zwischen Anwohnern und Polizeistation) war ich eingeladen worden, einige Worte mit den Anwesenden zu teilen und ein Gebet zu sprechen. Keine einfache Aufgabe, denn das Thema betraf auch mich beruflich und privat. Ich schluckte noch einmal tief, während ich meinen NCO (Neighborhood Community Officer) ansah, dann begann ich zu sprechen…

I am humbled and honored to speak at today´s Pregnancy and Infant Loss Awareness Day at the 10thPrecinct.

It is a day to remember, to grieve, to give thanks, to share, to be silent, to give our losses expression through thoughts, prayers and support for those, who have been affected by losing a child too early as young lives have barely begun and cut short.

The 10th Precinct is setting a sign of solidarity and reflection as our society in a whole is mostly silent about Pregnancy and infant loss.  It is a loss that many of us suffer in silence.  I speak out of own experience.

But we have come together to remember.  Some of us present have experienced this loss personally or know someone, who had to struggle with a life cut short too early and shattered dreams of holding a healthy child in their arms.

We come to the Precinct from many backgrounds reflecting the beauty of New York.  Our skin color, our families history, our upbringing might have been different from one another, but we embrace this diverse community as a strength that helps us to understand one another, support each other and learn in beautiful ways. This is what makes New York so special: We stand together as a diverse community and support each other in times of need and grief.

Today we will light 12 candles to visualize the hope we have amongst pain. The support we give by standing together as one.

Darkness can overwhelm you, but even a single light can make the dark look less frightening giving hope and direction. May we always be for others a light, when they experience hard and dark times in their lives.

I will therefore now offer a small prayer, which is worded in a inclusive way. I invite you to either join in or reflect on its words no matter from which faith or none you might be.

In Psalm 46 we read:
“Be still, and know that I am God! I am exalted among the nations, I am exalted in the earth.” The LORD of hosts is with us; the God of Jacob is our refuge.” (Psalm 46:10-11)

Let us pray.

Heavenly father, creator of life and Lord of all nations,

We pray that during the quiet and still moments where our mind is racing and our hearts are hurting for others and maybe for ourselves, that you would help us to find peace amidst the pain.

We pray for the families, who have lost their children in pregnancy and infancy. As they are grieving, we ask that they may find peace and comfort.

They longed to get to meet this baby and see him or her grow up but now they won’t be able to. Help us to support them as a diverse and strong community that they may not become bitter but to rely on you for strength and healing.

Amen.

(Photo: NYPD 10th Precinct)

Die Farben der Welt – wenn bunte Vielfalt von Kindesbeinen an gelernt wird

Voller Faszination drehte ich die Packung der Malkreiden hin und her. Neben großen und kleinen Kartons, die gefüllt waren mit allen erdenklichen Farben, stach mir an diesem Einkaufsnachmittag eine kleinere Verpackung mit insgesamt 24 verschiedenen Kreiden ins Auge. Aus meiner Kindheit kannte ich die US-amerikanische Marke “Crayola” gut. Es war immer ein Festtag für mich gewesen, wenn ich eine neue Packung geschenkt bekam. Besonders die großen Kartonboxen mit ihren interessante Farben, wie Gold, Silberglitzer oder schillerndem dunklen Violett hatten es mir angetan. Ich hütete diese Packungen wie meinen Augapfel.

Viele Jahre später war es gerade eine kleine Crayola-Packung, die mich in ihrem inneren Wert anrührte. Aus dem kleinen Mädchen, das stundenlang malen konnte und sich bei etwaigen Geschäftsbesprechungen ihrer Eltern in ihre Kunstwerke vertieft hatte, war inzwischen eine Frau und Mutter von vier Kindern geworden. Voller Erstaunen blickte ich auf die Aufschrift: “Colors of the World” – “Farben der Welt”. Welch eine wunderbare Idee des US-amerikanisches Unternehmens “Crayola”, das hauptsächlich für seine Textmarker und Buntstifte vor allem im englischsprachigen Raum bekannt wurde. Crayola war eines der ersten Unternehmen, das Buntstifte, Kreiden, Textmarker und andere Schreibmittel sowie anderen Künstlerbedarf ohne giftige Begleitstoffe herstellt. Nun hat das US-Unternehmen mit seinen neuem Sortiment von Malkreiden in diesem Sommer ein weiteres Kapitel der Geschichte geschrieben: Mit dem Angebot von Wachsmalkreiden in verschiedenen Hauttönen hilft es, dass Kinder und hiermit ihre Eltern die bunte Vielfalt an Hautfarben lernen und in ihrer Kunst spielerisch als selbstverständlich einüben.

Wunderbare Farben wie “Mandel”, “Rosé” und “Gold” in helleren und dunkleren Schattierungen machen nicht nur Lust auf ein spielerisches Ausgestalten, sondern setzen in der Bilderwelt, in der Menschen zunächst denken, tiefer an als Worte es je können. Durch solche Farbenwelten wird die Dominanz einer einzigen Farbe, die als “Hautfarbe” bezeichnet wurde und zumeist einen hellen Beigen- oder Rosafarbenen, aufgelöst in die bunte Vielfalt der Schöpfung, die Gott geschaffen hat. Nur wenn ernst damit gemacht wird, dass die Schöpfung Gottes gut war, wie dies das Buch Genesis im ersten Bericht erwähnt, und mit der Schöpfung auch der Mensch in Gottes Angesicht mannigfaltig mit verschiedenen Hautfarben erschaffen ist, geben wir der wahren Vielfalt unserer Welt ihren angestammten und verdienten Raum. Und dies geschieht am besten zu Beginn eines jeden Menschenlebens – mit Kinderhänden, die Kunstwerke in herrlicher Farbenpracht und diversen Hautfarben Wirklichkeit werden lassen, und Erwachsenen, die diesen bewundernd und wertschätzend als Spiegel unserer vielgestaltigen Menschheit Raum geben.

Coffee with a Cop

Der warme Kaffee ran wohltuend meine Kehle hinunter während meine Hände den warmen Kaffeebecher umschlossen. “Es ist wie bei einer Verletzung,” sagte Hakim* während er seine Maske zurechtrückte, “erst muss die Wunde gereinigt werden, dann kann sie langsam wieder zusammenwachsen. Beides ist schmerzhaft und wichtig, damit Heilung stattfinden kann.” Nachdenklich schweifte mein Blick an meiner rechten Hand entlang, die von einer großen Narbe gekennzeichnet war. Aus eigener Erfahrung wusste ich nur zu gut, dass bei einer Verletzung beides wichtig war: die Reinigung und medizinische Versorgung, aber auch die Schmerzen der Heilung.

Doch in unserer Unterhaltung ging es nicht um meine physische Verletzung, die mich an einen Fahrradunfall vor geraumer Zeit erinnerte, sondern um die gegenwärtige gesellschaftliche Situation und die vorhandenen Spannungen in New York und vielen anderen Orten der USA.

An dem strahlenden Herbstvormittag hatten Mitglieder des “Community Outreach” Büros der NYPD die neue Initiative “Coffee with a Cop” gestartet, mit der Polizisten mit Passenten über einer Tasse Kaffee oder einem Erfrischungsgetränk miteinander ins Gespräch kommen konnten. Als Clergy Liaison war ich hierzu eingeladen worden.

Seit mehreren Jahren versucht das Programm des Community Policing Vertrauen zwischen der Bevölkerung und den örtlichen Polizeistationen wachsen zu lassen. Doch in den letzten Monaten hat sich ein tiefer Graben aufgetan, der ein grundsätzliches Problem der USA zu Tage treten lässt. In der US-amerikanischen Gesellschaft klaffen alte Wunden auf, die nie richtig versorgt wurden: Rassismus und Benachteiligung aufgrund von Hautfarbe und Herkunft durchziehen alle gesellschaftlichen Strukturen. Die Ermordung mehrerer afro-amerikanischer Personen durch Polizisten ließ das Land in vergangenen Frühling und Sommer in einem heiligen Zorn erbeben.

Der zu Tage getretene Rassismus und die offensichtliche Polizeigewalt darf in keiner Weise entschuldigt werden, sondern Täter und Verantwortliche müssen stringent zur Rechenschaft gezogen werden. Hierauf hat die NYPD reagiert und seit einigen Monaten einen neuen Verhaltenscodex für Polizistinnen und Polizisten erlassen, dessen Missachtung zu umgehenden Konsequenzen führt. Die in Gewalt involvierten Personen werden umgehend suspendiert und ihnen drohen hohe Strafen.

Bei allem Ringen um Gerechtigkeit ist aber ebenso wichtig die Person hinter der Uniform zu sehen. Polizistinnen und Polizisten der NYPD spiegeln in ihrer Herkunft und Hautfarbe New Yorks multikulturelle Welt wieder und verstehen das Ringen um Gerechtigkeit aufgrund ihrer eigenen Wurzeln. Einige haben die Benachteiligung am eigenen Leib erlebt und möchten daher Brücken der Verständigung und der Zusammenarbeit bauen.

“Ich verstehe sie ja!”, sagt Polizistin Sandra*, die neben mir steht während sie einem Passanten einen Kaffee reicht. “Gestern habe ich bei einer Demonstration arbeiten müssen. Ich finde auch, dass endlich Gerechtigkeit einziehen muss. Die Demonstranten verstehen gar nicht, dass ich gestern für ihre Sicherheit da war und nicht gegen sie bin. Die Worte gehen mir immer noch nach. Sie kennen mich gar nicht, aber überhäufen mich mit Ausdrücken, die mir zuvor noch nie ins Gesicht gesagt wurden.”

Einen Tag danach aber steht sie zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen unablässig im Rahmen von “Coffee with a Cop” auf einem Gehsteig in Chelsea, um mit Passanten und Vertreterinnen und Vertretern der Nachbarschaft in Kontakt zu kommen. Dabei wird der Mensch hinter der Uniform sichtbar und erfahrbar, wobei manche Unterhaltung sicherlich schwer ist. Aber nur so kann Heilung geschehen.

Es ist eine schmerzhafte und notwendige Aufarbeitung des systematischen Rassismus, die vor Ort und auf einer sehr persönlichen Ebene stattfindet. Nur wenn diese gesellschaftliche Wunde gereinigt ist, kann der lange und schwierige Prozess der Heilung beginnen.

Hierzu braucht es Brückenbauerinnen und Brückenbauer, die wie Hakim* und Sandra* mutig Brücken innerhalb einer gebrochenen Gesellschaft bauen, wo Gräben Menschen voneinander trennen und wagen, gegen die tiefe Verletzung der Menschlichkeit vorzugehen, die seit Jahrhunderten in den USA durch Rassismus alle Strukturen eines der mächtigsten Länder der Welt durchzieht.


* Name geändert

#aCollarforRBG – Einladung zum theologischen Häkeltreff

Wir freuen uns sehr, euch am 1. Oktober 16:30-17:30 Uhr zu einem theologischen Häkeltreff via Zoom einzuladen. Miriam Groß, Pfarrerin in New York, USA wird Einblicke in die Biographie der vor kurzem verstorbenen US-amerikanischen Richterin Ruth Bader Ginsburg geben. Clara (10 Jahre), Tochter von Imke Sander, Pastorin in Hamburg-Eidelstedt (Deutschland) wird uns davon erzählen, warum die Richterin für sie und viele andere Mädchen ein großes Vorbild ist. Danach wird uns Gerlinde Feine, geschäftsführende Pfarrerin in Böblingen (Deutschland) beim Häkeln anleiten. Janine Liechti-Marangon, Pfarrerin, Niederscherli (Schweiz), wird uns zum Abschluss dieses Treffens mit einem Segen in unserer Arbeit um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit stärken.

Für das Treffen benötigt ihr: weißes Baumwollgarn und eine passende Häkelnadel

Bis zu 100 Personen können sich für diese private und kostenlose Veranstaltung anmelden.

Anmeldungslink

Ruth Bader Ginsburg, Spitzenkrägen und der Ruf zu einem Engagement um Gleichberechtigung

Die metallfarbene Häkelnadel glitt an der weißen Wolle entlang, die mit feinen silbernen Fäden durchsetzt war. Masche um Masche entstand zwischen meinen kalten Fingern ein Muster, das so vertraut durch Bilder und Beschreibungen war während ich aufmerksam den Berichten des Radiomoderators auf NPR (National Public Radio) zuhörte. Ruth Bader Ginsburg, die Richterin am US-amerikanischen Obersten Gerichtshof gewesen war, war am Abend von Rosh Hashanah (18. September) verstorben. Gerade hatte ich noch an meine jüdischen Freunde und Bekannte einen Gruß zum jüdischen Neujahrsfest versandt, als die Nachricht wie ein kalter Hagelschauer über dem jüdisch geprägten New Yorker Umfeld hereinbrach. Auch bei mir saß der Schock tief, denn seit Jahren war diese Frau für mich in ihrer Arbeit und ihrem Engagement um Gleichberechtigung und ein gerechteres juristisches System ein großes Vorbild. Nun griff ich zur Häkelnadel. Mit jeder neuen Masche entstand vor meinen Augen eine Nachahmung des Spitzenkragens, den sie über ihrer Richterrobe getragen hatte. Diese Tätigkeit gab mir die Möglichkeit meiner Trauer Ausdruck zu verleihen und ihr dadurch etwas näher sein zu können.

“Welch ein passender Tag für eine solch große Person zu sterben!”, dachte ich leise bei mir. Nun war sie eine צדיקה (Tsedikah). In jüdischer Tradition ist jemand, der am jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana verstirbt, eine gute und rechtschaffene Person, die sich für Gerechtigkeit eingesetzt hat.

Wenn im Jüdischen von צדקה (Zedaka) gesprochen wird, so meint dies Gerechtigkeit, die die Nächstenliebe einschließt und ein aktiver Einsatz für Gerechtigkeit bedeutet.

Maimonides (1135/38-1204) definierte im Mittelalter acht Stufen der צדקה (Zedaka), von denen die höchste zur Selbstversorgung bzw. zu einer Handlung führt, die eine nachhaltige Form der Gerechtigkeit schafft. Die zweithöchste Form ist, wenn der Rechtsschaffende und der Umsorgte einander unbekannt sind. Dies ermöglicht die Würde des Empfängers zu erhalten und dass der Geber frei von persönlicher Motivation und Belohnung ist. Im Konzept der צדקה (Zedaka) schwingt der Auftrag Gottes, eine gerechtere Welt zum Wohle von Menschen zu schaffen, die wir nicht kennen, ohne Lob, Dankbarkeit oder Belohnung zu erwarten.

In der Torah werden zum Beispiel Abraham aufgrund seiner Güte, Isaak aufgrund seiner Zurückhaltung, Jakob aufgrund seiner Barmherzigkeit, Moses aufgrund seiner Ausdauer, Aaron aufgrund seines Ruhms, Joseph aufgrund der Stiftung des Landes, David aufgrund des Königtums benannt. Aber auch Frauen können als rechtschaffen bezeichnet werden.

Ruth Bader Ginsburg gehört meines Erachtens in diese Tradition. Sie war eine solche צדיקה (Tsedikah), die sich unermüdlich für eine gerechtere Welt einsetzte. Eine Welt, in der Gleichheit, soziale und ökonomische Gerechtigkeit allen zugänglich gemacht werden sollte – egal welchen Geschlechtes, Hautfarbe oder Herkunft sie sein mögen. Durch Ruth Bader Ginsburg wurde wie durch keine zweite Person das Streben nach Gerechtigkeit in der US-amerikanischen Gesellschaft und dessen Rechtssystem so tiefgreifend beeinflusst.

An diesem Abend erfasste die Trauer und Dankbarkeit um diese צדיקה (Tsedikah) unsere ganze Familie. Meine Kinder hörten interessiert von verschiedenen Lebensstationen Bader Ginsburg. Während ich häkelnd von meinem Vorbild erzählte, wurde mir bewusst, dass wir nun in der Nachfolge dieser rechtschaffenen Person sowie vieler anderer waren. Unsere Generation musste sich nicht nur für eine gerechtere Welt einsetzen, sondern die nächste Generation von Friedens- und Gerechtigkeitsstiftern erziehen. Die Spitzenkragen waren RBG´s Weise, sowohl die weibliche Identität über einer männlichen Robe zu unterstreichen als auch durch diese ihren Protest sichtbar werden zu lassen. In unendlicher Geduld und jahrzehntelangem Engagement hatte sie in den USA wichtige Schritte für die Gleichberechtigung von Frauen bewirkt- daher hatte sie einst gesagt: “Real Change, enduring change, happens one step at a time.” (1)

Während der Abend durch unser Reden und meine Häkelarbeit schnell dahinfloß, reifte in mir eine Idee, die ich am Sonntag umgehend umsetzten würde: Nicht nur ich würde über meinem Talar ein “Ginsburg Collar” tragen, sondern auch meine Töchter in Erinnerung an Ruth Bader Ginsburg und als Zeichen der Nachfolge im Engagement um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit. Wenn viele über Generationen, Nationen und Herkunft hinweg sich für Gleichberechtigung einsetzen und jeder einige kleine Schritte macht, können wir diese Welt in eine gerechtere für alle verwandeln.


Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr ebenso ein Zeichen setzten würdet, dass auch ihr engagiert seid um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit. Wenn ihr könnt, so tragt ebenso ein solches #GinsburgCollar über eurem Kleid, Talar, Bluse oder Hemd. Wenn ihr könnt, dann postet ein Bild unter #ACollarforRBG und #RBG

Als Häkelanleitung kann ich die von Sheila Toy Stromberg sowie eine kostenlose von unter diesem Link empfehlen.

Verwendet habe ich weißes Baumwollgarn, das ich danach mit Sprühstärke zum Tragen etwas gefestigt habe.

(1) Übersetzung: “Wirkliche Veränderung, langanhaltende Veränderung, geschieht ein Schritt nach dem nächsten.”

Struggling for the Soul of a Nation

Eine Nation ringt um ihr eigenes Selbstbild

Mit jedem weiteren Schritt sank ich tiefer in den dunkelbraunen Ackerboden ein, dessen regelmäßiges Muster aus frisch gepflügten Ackerfurchen von wirr verstreuten plattgewalzten Panzerspuren unterbrochen war. Lachen und aufgeregtes Jauchzen erfüllte die frische Septemberluft während wir Kinder über das Feld stolperten, um die amerikanischen Soldaten zu begrüßen, die um unsere kleine Stadt das jährliche Herbstmanöver durchführten.

Für uns Zehnjährige war es eine wunderbare und willkommene Unterbrechung des Herbsteinerleis. Die amerikanischen Soldaten hatten stets allerlei Leckereien dabei, die sie uns schenkten. Noch heute erinnere ich mich an die Freude, das Lachen und die Bewunderung, die wir diesen Männern und Frauen entgegenbrachten. Wir als zweite Generation nach dem Krieg waren in dem Bewusstsein erzogen worden, dass die USA uns als Besatzungsmacht Demokratie und Fortschritt gebracht hatte. Daher waren für uns dessen Kultur und Gepflogenheiten von großem Vorbildcharakter.

Wenn ich erschöpft von diesen Herbstausflügen mit meiner Beute und Schuhen, die mit schweren Erdklumpen übersät waren, nach Hause kam, achtete ich stets darauf, dass ich sie reinigte. Denn jegliche Aufregung meines amerikanischen Ziehvaters musste aufgrund dessen schwerer Erkrankung durch seinen Militäreinsatz in Vietnam musste unbedingt vermieden werden. Von Kindesbeinen an war ich nicht nur aufgrund der engen Verzahnung des süddeutschen Raumes mit dessen Besatzungsmacht, sondern meines amerikanischen Vaters im Bewusstsein einer tiefen Wertschätzung für die Vereinigten Staaten von Amerika erzogen worden. Die USA schenkten Deutschland nach dessen Fall unter Hitler Demokratie, Fortschritt und Wohlstand. Immer wieder betonte mein Vater als US-Veteran, was viele andere ebenso unterstreichen: “The Greatest Nation on Earth”.

Jahrzehnte später lebe ich nun seit sechs Jahren in den USA. Als Pfarrerin einer deutschsprachigen Gemeinde in New York habe ich die schwerste Dienstzeit seit meiner Berufung in das Pfarramt erlebt: die Pandemie, dessen gesundheitliche und ökonomische Auswirkungen erschüttern diese große Nation wie noch nie in diesem Ausmaß da gewesen war. Doch ein weiteres Beben erfasst das Land mit wachsender Intensität, das mit der pandemischen Krise verwoben ist. Denn die Ungleichheit von Chancen und ein ungerechtes soziales System basierend auf Hautfarbe und Herkunft werden hierdurch schonungslos aufgedeckt. So werden zum Beispiel Menschen mit schwarzer oder brauner Hautfarbe, solche von lateinamerikanischer Herkunft und auch solche indigener Herkunft werden fünf mal öfter aufgrund einer COVID-Erkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert. Dies liegt daran, dass diese zumeist keinen Arbeitsplatz haben, der ein Homeoffice ermöglicht. Sie sind überproportional häufig als sogenannte “Frontline Workers” tätig – als Kassierer, Pflegekräfte, Busfahrer und so viele mehr. Dies ist nur ein Ausdruck von vielen, die ein zugrundeliegendes rassistisches System offenlegt, das Personen mit dunkler Hautfarbe in Bildung, Ökonomie und Gesundheitsversorgung benachteiligt.

Während viele Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen und Politologen dieses Thema vielfach beleuchten, scheint für mich als Theologin die zugrundeliegende Thematik tiefer zu gehen. Die USA ist trotz der zunehmenden Gruppe der Konfessionslosen und der voranschreitenden Säkularisierung ein zutiefst religiöses Land, das in seinem Ringen um das eigene Selbstbild mit dem grundsätzlichen Glaubensgrundsatz des Imago Dei, also der Gottebenbildlichkeit allen menschlichen Lebens ringt.

Spürbar wird dies durch den immer deutlicher zutage tretenden Rassismus, auf dessen Existenz nicht nur systemisch hingewiesen, sondern auch zunehmend zu einem Thema der bevorstehenden Wahl des Präsidenten wird. Jim Wallis wies darauf hin, dass diese Wahl ein Test für Demokratie und Glauben sein würde.

Während in Übersee um das Selbstverständnis der USA gerungen wird, bin ich mir als eine Person, die auf deutsch-amerikanischem Horizont aufgewachsen und beruflich verflochten bin, der Auswirkungen dieses Ringens bewusst: Hier geht es um mehr als “nur” um ein Land. Da Amerika vielfach als die führende Nation der Welt gesehen wird, überträgt sich dieses Ringen auf andere Länder und deren gesellschaftliche Systeme. Sehen wir unseren Nächsten als ein Ebenbild Gottes, wie dies im Buch Genesis 1,26a (1) bezeugt ist? Räumen wir anderen dieselben Chancen, Lebensbedingungen und Bildungsmöglichkeiten ein, auch wenn sie sich von uns aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder ihres Glaubens von uns unterscheiden?

Was gäbe ich dafür, noch einmal die Sicherheit von damals zu verspüren… Während ich dies schreibe, schließe ich meine Augen und hole tief Luft. Aufgrund meiner Erinnerung hat sie einen erdigen Geruch, der nach frischen Septembertagen, Ausflügen auf durchpflügten Ackerfeldern und der Zuversicht geborgen in einer geschenkten Demokratie und Chancengleichheit zu sein, riecht.

Blogeintrag “Struggling for the Soul of a Nation” als Podcast

(1) “Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn”